Musik und Kultur
Orgel und Neue Musik
Dies ist keine einfache Beziehung. Wie bekommt man die „riesige Prothese" (Ligeti) dazu, sich den differenzierten Klangvorstellungen heutiger Komponisten zu beugen? Bleibt tatsächlich nur der Weg eines „Neo-irgendwas"-Stils? Oder gibt es auf diesem alten Instrument doch noch Neues zu entdecken?
Auch zeitgenössische Komponisten aus Baden-Württem-berg wie etwa Wolfgang Rihm, Adriana Hölszky oder Axel Ruoff haben sich immer wieder dieser Herausforderung gestellt. Einige eindrucksvolle Lösungsvorschläge der genannten und weiterer Komponisten stellt Michael Sattelberger in diesem Konzert vor.
Eine Veranstaltung im Rahmen des Begleitprogramms der großen Landesausstellung „Musikkultur in Baden-Württem-berg". Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten. ms
Samstag, 11. September
20 Uhr
Martinskirche
Sonntagsmusik-Zyklus 2010/2011
Musiker-Jubiläen und kein Ende! Zum Ausklang des Jahres wird im Dezember Frédéric Chopin nochmals ein ganzer Abend gewidmet sein, mit einem repräsentativen Querschnitt durch sein Klavierwerk, gespielt von der virtuosen ukrainischen Pianistin Mariya Filippova und eingebunden in die bewährte Abfolge von Brief-Lesungen (Klaus Hemmerle) und verbindenden Zwischentexten (Helmut Wolf).
Den Anfang macht am 3. Oktober, am Abend des Herbstmarktes, die aparte Kombination Sopran, Klarinette und Klavier mit Musik von Schubert, Spohr und Alban Berg.
Das Thema der Sonntagsmusik im November wurde von Pfarrerin Monika Renninger angeregt: „Aus der Neuen Welt" kommen Orgelmusik und Spirituals (Paulus-Gospelchor unter der Leitung von Prof. Dieter Kurz); danach gibt es unter der Empore Amerikanisches für den Gaumen.
Die Verbindung der ersten Sonntagsmusik im neuen Jahr mit dem Neujahrsempfang hat schon Tradition; sie wird deshalb erst am zweiten Sonntag im Januar stattfinden. Vier Frauenstimmen, das Ensemble „Pi mal Donna" verbindet auf vorbildliche Weise Solo- und Ensemblegesang und wird mit seinem Wohllaut die Ohren und Herzen der Zuhörer erfreuen. Dazu gibt es Gedichte über die Heiligen Drei Könige.
Klangvolle, groß besetzte, vorwiegend romantische Chormusik (Mendelssohn, Brahms, Rheinberger) bringt im Februar die „Stuttgarter Singakademie" unter der Leitung von Stefan Weible.
Im März schließlich kommt wieder ein Jubilar zu Wort und Ton: Gustav Mahler mit einer Anzahl seiner Lieder, gekoppelt mit dem bedeutendsten Liederzyklus des 20. Jahrhunderts, dem „Buch der hängenden Gärten" von Arnold Schönberg auf Gedichte von Stefan George. Entstanden vor 100 Jahren in Wien, markiert dieser Zyklus einen Wendepunkt in der abendländischen Musikgeschichte. Dazu passen Texte von Stefan Zweig, in denen das „Wien von gestern" beschworen wird.
Ein Prospekt mit der Gesamtübersicht aller Termine, Werke und Ausführenden liegt ab Mitte September aus. hw
