Brenzkirche
Am Kochenhof 7, 70192 Stuttgart
Die Brenzkirche ist nach dem Reformator Johannes Brenz benannt. 1933 im Wohngebiet Killesberg nach Plänen von Alfred Daiber im Stil des „Neuen Bauens“ errichtet, orientierte sich die Kirche architektonisch an der benachbarten Bauhaussiedlung. Auf Drängen der Stadtverwaltung wurde 1939 der Kirchenbau der Bauauffassung des Dritten Reiches angepasst: Ecken statt Rundungen, rechtwinklige anstatt schräger Fenster, Giebel anstelle des Flachdachs.
Geschichte der Brenzkirche
Christophkirche
Fleckenweinberg 29, 70192 Stuttgart
1968-1970 im Wohngebiet Fleckenweinberg nach Entwürfen der Architekten Fiedler und Aichele erbaut. Der Komplex schließt Gemeinderäume, Kindergarten und ein Mitarbeiterwohnhaus mit ein. Benannt ist die Kirche nach Herzog Christoph, der zusammen mit dem württembergischen Reformator Brenz die Große Kirchenordnung in Württemberg einführte. Künstlerisch wurde der Kirchenraum von Wolf Dieter Kohler ausgestattet.
Die Broschüre zur Christophkirche
Erlöserkirche
Birkenwaldstraße 24, 70191 Stuttgart
Der Architekt Theodor Fischer wurde 1906 mit der Planung der Kirche mit 850 Sitzplätzen an der Birkenwaldstrasse beauftragt. Im damaligen Gemeindeblatt wurde die Planung der 'Kirche im Weinberg' wie folgt charakterisiert:
Sie ist nach guter alter Tradition nach Osten orientiert. Mit dem Turm ist sie gegen den Berg gerichtet, der Chor ragt mehr oder weniger in die Vorgartenlinie der Birkenwaldstraße herein. Um der Gegend willen mit ihren weichen Höhenzügen durfte der Turm nicht zu hoch und nicht zu spitz genommen werden; es mussten mehr rundliche Formen gewählt werden'.
Die Einweihung fand am 8. November 1908 statt. Der Name 'Erlöserkirche' wurde der zehn Jahre zuvor in Jerusalem eingeweihten Erlöserkirche entlehnt. Nachdem die Kirche 1944 von Brandbomben weitgehend zerstört worden war, wurde sie zehn Jahre später von dem Architekten und Fischer-Schüler Rudolph Lempp wieder aufgebaut. Dieser ließ das Kircheninnere im Stil der fünfziger Jahre neu entstehen; das äußere Bild der Kirche blieb unverändert. Die Lage der Erlöserkirche und der Ausdruck von Wehrhaftigkeit ist ihr besonderes Charakteristikum. Trotz der vordergründigen Mächtigkeit wirkt sie jedoch dank der Gliederung der angefügten Bauteile nicht bedrückend. Dazu tragen das Treppentürmchen und die angehängte Sakristei auf der Nordostseite sowie die Eingangshalle und der eingefriedete, dreieckförmige Kirchplatz mit der prächtigen Linde bei. Das Innere zeigt eine asymmetrische Anlage, die auf den ersten Blick symmetrisch erscheint. Der schlichte Rechteckraum mit Emporen im Norden und Westen hat eine flache, kassettierte Holzdecke, die ursprünglich stark strukturiert war und damit dem Raum eine optische Dynamik und eine sehr gute Akustik verlieh. Der Altar steht mittig im Chor so, dass sich die Gemeinde beim Abendmahl um ihn versammeln kann. Die Erlöserkirche wurde im Zuge des Wiederaufbaus u.a. von folgenden Künstlern gestaltet: Die Rundfenster im Altarraum und das Mosaik in der Taufnische von Adolf Saile, das Gemälde über dem Hauptportal 'Jüngstes Gericht' von Rudolf Yelin und die Bronzeplastik 'Barmherziger Samariter' auf dem Kirchplatz von Ulrich Henn.
Martinskirche
Eckartstraße 2, 70191 Stuttgart
Die evangelische Martinskirche, erbaut 1937, bietet rund 600 Personen Platz. Zuvor wurde der Gottesdienst in der 1889 mit Mitteln von Paul Lechler errichteten Martinskapelle in der Martinsstraße gefeiert. Für das kirchliche Leben steht das Gemeindehaus in der Nordbahnhofstraße 58 zur Verfügung.
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