Gesprächskreis – Solidarität statt Selektion

27.Februar 2020 - 17:00 - 18:30 Uhr
Brenzkirche, Am Kochenhof 7
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Biblischer Glaube in evolutionärer Sicht
Im 1. Teil des Buches klärt Gerd Theißen das Verhältnis von Wissenschaft und Glauben mit seinen Gegensätzen und seinen Analogien. Für ihn ist Evolution ein Prozess der Annäherung oder Anpassung an die Wirklichkeit (die in den Religionen „Gott“ genannt wird). Wissenschaft und Glaube sind zwei unterschiedliche Weisen der Annäherung. Mit dem Auftreten des homo sapiens beginnt die „kulturelle Evolution“. Sie ergänzt die biologische Evolution auf einer neuen, geistigen Ebene, so dass der harte Selektionsdruck der biologischen Evolution gemindert oder überwunden wird. Wir stehen heute am Übergang von der Herrschaft der biologischen zur Herrschaft der kulturellen Evolution. Das Herz der kulturellen Evolution sieht Theißen in den Religionen, besonders im biblischen Glauben mit seinen drei „Mutationen“, die den drei Artikeln des Glaubensbekenntnisses entsprechen. Dem Durchbruch des Monotheismus im babylonischen Exil, der Erscheinung Jesu von Nazareth und dem verwandelnden Wirken des Heiligen Geistes. Nachdem wir im letzten Gesprächskreis über das Verhältnis
von Wissenschaft und Glauben gesprochen haben, beschäftigen wir uns am 27. Februar mit dem Kapitel: „Der Glaube an den einen und einzigen Gott – Evolutionstheoretische Aspekte des Biblischen Monotheismus.“
Am 26. März geht es um den Glauben an Jesus von Nazareth und evolutionstheoretische Aspekte der neutestamentlichen Christologie.