Nur zu oft ruft Gewalt neue Gewalt hervor und Hass wird mit Hass erwidert. Umso beeindruckender mutet da der Weg von Dolores Veledar an, die am 27. Februar um 18 Uhr im Rahmen der Reihe „Wir woanders“ im Otto-Umfrid-Saal in der Erlöserkirche zu Gast ist. Die bosnische Muslimin musste selbst in den 90er Jahren in ihrer Heimatstadt Mostar den Bürgerkrieg miterleben, unter dem die Zivilbevölkerung stark zu leiden hatte.
Als Jugendliche war sie in Mostar regelmäßige Besucherin eines offenen Jugendhauses, das dort 1994 von Pfarrer Florian Link mitgegründet worden ist und in dem Jugendliche aller Nationalitäten zu Gast waren. Um einen Eindruck von der Situation in Mostar während des Bürgerkriegs zu vermitteln, zeigt Pfarrer Link zunächst einen kurzen Film über das damalige Hilfsprojekt für Jugendliche und sein dortiges Engagement. Danach berichtet Dolores Veledar von ihrer heutigen Arbeit, bei der sie sich stark macht gegen jegliche Form von Intoleranz: Sie arbeitet für einen Verein, der selten eine große Öffentlichkeit findet, jedoch eine sehr wichtige Arbeit für das Zusammenleben in Vielfalt in unserer Gesellschaft leistet – für die Türkische Gemeinde in Baden-Württemberg. Anders als die Bezeichnung „Gemeinde“ vermuten lässt, ist die TGBW ein überparteilicher, unabhängiger und säkularer Verein, der sich dem Gebot des Respekts gegenüber allen Weltanschauungen und Identitätsverständnissen in einer demokratischen Gesellschaft verpflichtet sieht. Der Verein unterstützt das friedliche und solidarische Zusammenleben der in Baden-Württemberg lebenden Menschen durch konsequentes Eintreten für gleiche Rechte aller Bevölkerungsteile. Im Rahmen der Arbeit der TGBW engagiert sich Dolores Veledar auch für queere Geflüchtete.
Wir woanders „Gewalterleben im Bürgerkrieg in Bosnien“
27.Februar 2024 - 18:00 - 20:00 Uhr
Erlöserkirche, Birkenwaldstr. 24, Otto-Umfrid-Saal
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